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Anforderungen an die Datenverarbeitung im Zeitalter des Bologna-Prozesses

Dr. Martin Hecht, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

 

Datenverarbeitung für Hochschulverwaltungen bleibt weiterhin ein Schlüsselgebiet der nationalen und internationalen Wettbewerbsfähigkeit deutscher Hochschulen. Dazu gehört nach wie vor eine stabile und immer wieder aktualisierte Verwaltungssoftware mit den Kernfunktionalitäten Mittelbewirtschaftung, Finanzbuchhaltung, Personalverwaltung, Flächenmanagement sowie Studierendenverwaltung und Studienprogrammorganisation. Immer wichtiger werden Lösungen zur Datensicherheit bei der Übertragung von Daten sowie bei Onlinezugriffen auf Serviceangebote. Abgeprüft werden sollen die Ansprüche, die Hochschulen an ein Serviceportal nach innen wie nach außen haben.

 

HIS - Strategien und Pläne

Prof. Dr. Martin Leitner, HIS GmbH Hannover

 

Die Änderung der Rahmenbedingungen für die Hochschulen bewirkt für HIS als Funktion der Hochschulen eine laufende Anpassung der Geschäftspolitik. Die künftige HIS-Ausrichtung wird anhand folgender Bereiche erläutert:

  1. Unternehmensentwicklung: Wachstum als Strategie
  2. Information und Kommunikation
  3. Verhältnis HIS - Hochschulen
  4. Neue Softwaregeneration HISinOne


Integriertes Informationsmanagement an deutschen Hochschulen

Prof. Dr. P. Schirmbacher, Humboldt-Universität zu Berlin

 

Das Thema „Informationsmanagement in Hochschulen“ stand in den letzten Jahren immer häufiger im Mittelpunkt von Konferenzen, Symposien und Workshops, aber vor allem ist es ein Thema, das die Hochschulen selbst immer mehr beschäftigt. Die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation (DINI) hat mit seiner Arbeitsgruppe ‚Informationsmanagement’ diese Entwicklung begleitet und in Workshops und Veröffentlichungen die Diskussion befördert und den vielen unterschiedlichen Ansätzen eine Plattform für die Verbreitung eröffnet. Mit dem Sammelband „Informationsinfrastrukturen im Wandel – Informationsmanagement an deutschen Universitäten“, der demnächst im Verlag Bock und Herschel erscheint und in Teilen als PrePrint auf dem DINI-Server bereits verfügbar ist, wird ein umfassender Überblick zu den Aktivitäten gegeben.

Der Vortrag wird zum einen durch eine Reflexion des Überblicks gekennzeichnet sein und zum anderen durch den Versuch einer Gegenüberstellung der Aktivitäten auf diesem Gebiet in kommerziellen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Als Beispiel für diesen Vergleich sollen die Bemühungen der Humboldt-Universität auf dem Weg zu einem integrierten Informationsmanagement dienen.

 

Leitungs- und Organisationsstrukturen Kooperationsmodell intern

Hans-Joachim Peter, Westf. Wilhelms-Universität Münster

 

Mitte der 90er Jahre hat sich die Universität Münster eine neue IV-Organisationsstruktur gegeben. Ausgehend von einem zentralen Universitätsrechenzentrum wurde eine dezentrale Organisation mit zehn Informationsverarbeitungs-Versorgungseinheiten (IVVen) für die Unterstützung und Koordination der DV-Belange der Fachbereiche und weiteren Einrichtungen und ein universitätsweit agierendes Zentrum für Informationsverarbeitung (ZIV) für umfassende Aufgabenstellungen aufgebaut, die die speziellen Anforderungen der einzelnen Fachgebiete und ihre unterschiedlichen Lösungsansätze hinreichend berücksichtigt, ohne sich in Verfahrens- oder technische Vielfalt zu verlieren oder gemeinsame Aufgabenstellungen zu atomisieren. Die kooperative Arbeitsweise wird unterstützt durch einen informellen Arbeitskreis der IVV-Leiter, eine institutionalisierte Zusammenarbeit zwischen ZIV, ULB (Universitäts- und Landesbibliothek) und Universitätsverwaltung im IKM-Service (Information, Kommunikation und Neue Medien) sowie Arbeitsgruppen für spezielle Fragestellungen.

Die Universität hat sich bewusst gegen die Berufung eines CIO ausgesprochen und stattdessen einen IV-Lenkungsausschuss als Rektoratsausschuss unter der Leitung des Rektors / der Rektorin – vertreten durch einen Prorektor – mit dem Kanzler / der Kanzlerin, des/der Vorsitzenden der IV-Kommission sowie dreier weiterer in der IV ausgewiesener Personen als Mitglieder geschaffen. Die Leiter des ZIV und der ULB nehmen beratend an den Sitzungen teil, der Prorektor für Finanzen ist ständiger Gast.

Die Fachbereiche und Gruppen sind in der IV-Kommission vertreten, die Empfehlungen für Aufgaben, Aufbau, Verwaltung und Nutzung des IV-Gesamtsystems der Universität erarbeitet.

Diese auf Kooperation angelegte Organisationsstruktur hat sich in der Universität bestens bewährt. Auch geänderte Randbedingungen, die Anpassungen in der Aufgabenverteilung sinnvoll machten, konnten bisher konfliktlos aufgenommen und umgesetzt werden. Externe Organisationen wie der Landesrechnungshof NRW oder die HIS GmbH haben das Münsteraner Modell lobend erwähnt.

 

Mobile Geräte in der Verwaltung

RD Hans-Rudi Rach, Innenministerium Ba.-Wü

 

Mit steigender Tendenz wird in der Landesverwaltung neben der stationären auch mobile Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) eingesetzt. Dabei reicht die Bandbreite vom Mobiltelefon über Persönliche oder Mobile Digitale Assistenten (PDA, MDA) bis hin zum Notebook einschließlich externer USB-Speichermedien. Fast ausnahmslos sind Kommunikationsmöglichkeiten über Mobilfunk, Funknetze (WLAN), Bluetooth oder Infrarot vorhanden.

Damit ist die Landesverwaltung auch allen Risiken ausgesetzt, die mit dem Einsatz mobiler IuK verbunden sind.

In diesem Vortrag wird zunächst kurz darauf eingegangen, welche Risiken für die Landesverwaltung identifiziert worden sind und dann exemplarisch dargestellt, wie ihnen begegnet wird. Beispiele sind etwa die Maßnahmen zur Sensibilisierung der Nutzer, das Sicherheitskonzept für das sog. mobile Büro für Führungskräfte, die gesicherte Anbindung an die E-Mail-Dienste der Behörde oder die Einrichtung eines Computer Emergency Response Teams für die Landesverwaltung Baden-Württemberg (CERT BWL).

 

Sicherheit bei Sprachdiensten (VOIP)

Oliver Göbel, Universität Stuttgart

 

Die Voice-over-IP-Technologie hat mittlerweile für Endanwender eine akzeptable technische Reife erlangt und verbreitet sich rasch. So schickt sie sich an, die traditionelle Telefonie langsam in den Hintergrund zu drängen und vielen Betreibern klassischer Telefonsysteme stellt sich bei anstehenden Modernisierungen und vorhandener DV-Netzwerkinfrastruktur die Frage, die herkömmliche Anlage durch eine VoIP-Installation zu ersetzen. Indes: die Nutzung des Datennetzes für die in klassischen Telefoniedienste birgt neben allen Synergieeffekten auch neue Sicherheitsrisiken.

Dieser Vortrag gibt einen kurzen Überblick über die Funktion von VoIP-Systemen, ihre Implementierung als Ersatz einer klassischen Telefonanlage, den dabei besonders zu beachtenden Rahmenbedingungen in einer Hochschulumgebung und speziell den neuen Sicherheitsrisiken, die durch ihre Einführung entstehen. Es werden stichpunktartig Lösungsvorschläge diskutiert und ein abstraktes Implementierungsmodell vorgestellt.

 

Sicherheit und Risikomanagement

Uwe Hübner (HIS GmbH) / Marcus Pattloch (DFN-Verein)

 

Der Stellenwert von "IT-Sicherheit" ist allgemein anerkannt. Schwieriger ist die Auswahl konkreter Verfahren und Mechanismen und die Einbeziehung der Kostensituation in die Betrachtungen.

Mit Konzentration auf die Authentifizierung von Benutzern wird ein Ansatz zum Risikomanmagement vorgestellt. Dabei werden Risiken mit den Eigenschaften und Aufwendungen verschiedener Verfahren (Passworte, TANs, Zertifikate ...) in Relation gesetzt.

 

Auslagerung und Root im Browser - Zwei Erfolgsfaktoren der DFN-PKI

Marcus Pattloch, DFN-Verein

 

Der DFN-Verein organisiert mit dem Dienst DFN-PKI eine Public Key Infrastruktur, um digitale Zertifikate auszustellen, zu verteilen und zu prüfen. Viele Hochschulen und andere wissenschaftliche Einrichtungen benötigen Zertifikate für eine sichere Kommunikation, die Voraussetzungen und Anforderungen sind dabei allerdings sehr unterschiedlich. Der Dienst DFN-PKI bietet deshalb eine Reihe von Möglichkeiten zur Lösung der technischen und organisatorischen Aufgaben an.

Zwei Faktoren haben sich dabei als besonders wichtig herausgestellt und die Nutzung des Dienstes stark befördert. Dies ist zum einen die Möglichkeit zur Auslagerung der eigenen Zertifizierungsstelle an den DFN-Verein und zum anderen die seit Ende 2006 erreichte Verlinkung der DFN-PKI in die Standardbrowser. Durch die Auslagerung wird der lokale Aufwand drastisch reduziert, wodurch viele Einrichtungen, für die dies bisher nur schwer möglich war, den Sprung in die "Welt der Zertifikate" schaffen können. Dass sich dieser Weg als richtig erweist, zeigt die imposante Zahl von mehr als 100 ausgelagerten Zertifizierungsstellen gut ein Jahr nach Beginn des Regelbetriebs.

Informationen zur DFN-PKI gibt es unter: http://www.pki.dfn.de. Dort finden sich unter "Weiterführende Dokumente" auch mehrere Artikel aus den DFN-Mitteilungen, die die Abläufe und Möglichkeiten in der DFN-PKI näher erläutern.

 

DFN-AAI (Authentifizierungs- und Autorisierungs-Infrastruktur)

Ulrich Kähler, DFN-Verein

 

Neben den frei zugänglichen Informationen des Internet gibt es eine Vielzahl an interessanten Ressourcen, auf die nur nach einer Autorisierung zugegriffen werden kann. Die Anbieter dieser Ressourcen schützen damit z.B. lizenz- pflichtige Software bzw. Zeitschriften oder auch den Zugang zu E-Learning-Systemen. Es ist dabei sowohl im Interesse der Anbieter dieser Ressourcen als auch der Nutzer (also den Mitarbeitern und Studierenden der Anwender des DFN) mit möglichst geringem Aufwand diese Ressourcen für ihren bestimmungs gemäßen Gebrauch zu öffnen. Für die Anbieter der Ressourcen ist es dabei insbesondere relevant, ob sie sich auf die digitale Authentifizierung der Nutzer verlassen können. Für die Nutzer dieser Ressourcen ist es wichtig, mit möglichst nur einer Identifizierung, z.B. einer Kombination aus Nutzernamen und Passwort oder einem digitalen Zertifikat auf die Ressourcen verschiedener Anbieter zugreifen zu können.

Aufgaben des DFN-Vereins
Um die notwendigen Voraussetzungen für den Aufbau einer DFN-AAI zu schaffen, müssen allgemein gültige Richtlinien (Policy) für die Teilnahme von Anbietern und Anwendern erarbeitet werden. In Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Interessenten und Experten aus der DFN-Community konnten gemeinsam die organisatorischen und vertraglichen 'Spielregeln' der DFN-AAI festgelegt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, mussten stark voneinander abweichende Blickwinkel unter anderem aus den Bereichen E-Learning,

D-Grid oder aus den Bibliotheken unter einen Hut gebracht werden. Unter anderem galt es z.B. zu klären, welche Daten beider Identifizierung eines Nutzers als obligatorisch anzusehen sein sollten. Während Bibliotheken vielfach schon die Information ausreicht, ob ein Nutzer zugriffsberechtigt ist oder nicht, verlangen z.B. E-Learningsysteme häufig eine Vielzahl detaillierter Informationen wie etwa die Studienrichtung, die Semesterzahl oder Nachweise von Prüfungen und Pflichtpraktika.

Zentrale betriebliche Aufgaben
Für den laufenden Betrieb einer DFN-weiten AAI werden neben vertraglichen Regelungen auch eine Reihe technischer Komponenten benötigt. Dazu gehören neben einer Metadatenverwaltung auch ein WAYF-Server als zentraler Lokalisierungsdienst (WAYF: where are you from), ein Testsystem sowie eine Zertifizierungsstelle. Letztere, die DFN-PKI, wurde bereits in den vergangenen Jahren vom DFN-Verein aufgebaut. Ergänzend zu den technischen Betriebsaufgaben führt der DFN-Verein für Interessenten im Laufe des Jahres 2007 auch Beratungs- und Schulungsveranstaltungen für AAI-Interessierte durch.

Anwendungsszenarien
Der Flickenteppich unterschiedlicher Systeme und Interessengruppen wird durch die DFN-AAI erstmals ersetzt durch ein einheitliches und flächendeckend verfügbares System, welches überall gleichermaßen den Zugriff auf Ressourcen regeln kann. Zu den vier Anwendungsszenarien, die derzeit den größten Benefit einer einheitlichen AAI haben, gehören Grids, E-Learning, Anwendungen im Verlags- und Bibliothekswesen sowie die Distribution von Software. In allen diesen Bereichen sind ganz unterschiedliche Herausforderungen zu bewältigen.

 

Single-SignOn mit Shibboleth in einer föderativen Umgebung

Ato Ruppert, Universität Freiburg

 

Kernaufgabe von Bibliotheken ist die Beschaffung und Bereitstellung von Informationen für Wissenschaft und Lehre. Im Zeitalter des Internet sind so neue Aufgabenstellungen auf die wissenschaftlichen Bibliothek zugekommen: Viele unterschiedliche elektronische Angebote müssen den Interessenten so vermittelt werden, dass ein Nutzung möglichst problemlos erfolgen kann. Wissenschaftlich Tätige und Studierende wollen sich in der Regel nicht mit technischen Details beschäftigen.

Lizenzpflichtige Inhalte müssen aus rechtlichen Gründen über ein Zugangsverfahren geschützt werden. Die ersten Ansätze seit den 90ger Jahren basierten i.d.R. auf der IP-Adresskontrolle, die den Nutzern vom eigenen Arbeitsplatz in der Heimateinrichtung aus Zugang zu allen Quellen ermöglichte. In einzelnen Fällen war der Einsatz von sog. Proxies notwendig – was nicht immer leicht zu vermitteln war. Immer wieder führte die Einschränkung auf den Standort des genutzten PC zu Rückfragen.

Seit Januar 2005 arbeitet die Universitätsbibliothek Freiburg daran, bundesweit ein Verfahren einzuführen, mit dem die Nutzung der Dienste im Internet unter Nutzung der lokale in der Einrichtung definierten Authentifizierung von jedem Ort aus erfolgen kann. Das Grundprinzip von Shibboleth (http://shibboleth.internet2.edu/), der zugrunde liegenden Software, beruht auf einer Verteilung der Verantwortung: Die Einrichtung, der ein Nutzer zuzurechen ist, authentifiziert ihn und beschreibt seine elektronische Identität mit geeigneten Attributen. Der Anbieter prüft diese Angabe und schaltet den Zugrang frei oder sperrt ihn.

Voraussetzung in den Einrichtungen ist ein gut funktionierendes „Identity Management“. Vorraussetzung bei der (internationalen) Zusammenarbeit ist ein „Vertrauensrahmen“. Dieser wird von der Föderation aufgebaut und garantiert, wie im vorangehenden Vortrag von Herrn Kähler deutlich wird.

Wenn möglichst viele Einrichtungen und Anbieter dieses Verfahren unterstützen, kann auch im Bereich der Nutzung verteilter, digitaler Dienste im Internet ein Single-SignOn-Verfahren aufgebaut werden: Einmal authentifizieren und alle Dienste nutzen.

 

DFN-Webconferencing

Jürgen Hornung, DFN-Verein

 

Der DFN-Verein bietet im Rahmen seines Videokonferenzdienstes allen Mitgliedern die Möglichkeit, Mehrpunktkonferenzen auf Basis des H.323 Standards durchzuführen. Dieser Dienst bietet hochwertige Video- und Audioqualität, erfordert aber auch Investitionen in Hard- und Software. Zudem kann es zu Problemen mit dem Endgerätemanagement in Verbindung mit Firewalls kommen. Webconferencing basiert auf einer einfachen Kommunikationslösung mit einem Web-Browser als Oberfläche und soll verteilten Arbeitsgruppen schnell und unkompliziert ein Treffen vom Arbeitsplatzrechner aus ermöglichen. Anders als bei H.323 Videokonferenzen liegt der Schwerpunkt auf Audio und Application Sharing mit minimalem Hardware- und Administrationsaufwand.

Untersucht wurden verschiedene am Markt befindliche Produkte auf die Einsatzmöglichkeit im DFN Umfeld. Besonderer Wert wurde hierbei auf intuitive Bedienung, unkomplizierten Zugang und Plattformunabhängigkeit gelegt. Es hat sich gezeigt, dass keines der Produkte dem gesamten Anforderungskatalog genügte und bei der Auswahl Abstriche gemacht werden mussten. Ausgewählt wurde das Produkt Adobe Connect (ehemals Breeze).

Im Rahmen des momentan stattfindenden Pilotbetriebs wird ein Adobe Connect Server mit 40 gleichzeitigen Teilnehmern für die DFN-Internet-Nutzer bereitgestellt. Die Registrierung erfolgt über die Hotline des DFNVC-Dienstes. In Planung ist ein System für eine dezentrale Teilnehmerregistrierung durch die einzelnen Einrichtungen und der Ausbau der Serverkapazität.

 

DFNFernsprechen - neuer Nutzen durch VOIP

Renate Schröder, DFN-Verein

 

Der Dienst DFNFernsprechen bietet Einrichtungen neben den klassischen Anschlusstechniken wie ISDN oder Analoganschlüsse auch eine Anschlussoption über VoIP. Die Nutzung dieser Option setzt den Betrieb einer VoIP-Telefonanlage in der betreffenden Einrichtung voraus.

Die Realisierung von VoIP im DFN erfolgt in mehreren Ausbaustufen. Bereits verfügbar ist ein nahtloser Übergang (Breakout) aus der VoIP-Welt in die öffentlichen Telefonnetze. Die nächste Ausbaustufe unterstützt VoIP-Telefonate zwischen DFN Einrichtungen über das X-WiN, unabhängig von Hersteller, Typ und Protokoll der beteiligten VoIP-Telefonanlagen. Mit Hilfe des Protokolls ENUM sollen auch VoIP-Telefonate zwischen Einrichtungen im DFN und anderen Einrichtungen ermöglicht werden.

Im Vortrag wird auf die Vorteile eingegangen, die VoIP im DFN bietet. So sorgt der DFN-Verein z.B. für das korrekte Routen von Notrufen, die Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen bzgl. Überwachung, die Unterstützung von Telefonaten zwischen SIP- und H.323-basierten VoIP-Telefonanlagen, sowie die Vermittlung von Telefonaten über ENUM.

 

Identitätsmanagement mit OpenSource

Michail Bachmann, Humboldt-Universität zu Berlin

 

Das Feststellen der Identität einer Person und die darauf basierende, für die Nutzung von IT-Diensten erforderliche Verwaltung und Umsetzung von Rollen, sind wichtige Voraussetzungen für den Betrieb einer modernen IT-Infrastruktur.

Ob Personal- und Studierendenverwaltung, E-Mail-Server oder Datenbanken – alle diese Systeme sind darauf angewiesen, dass personenbezogene Daten korrekt, konsistent und ständig verfügbar sind, denn nur so ist ein individualisierter Betrieb der Anwendungen möglich.

Der Aufbau eines solchen Identitätsmanagementsystems und die An- und Einbindung vorhandener IT-Systeme sollen im Rahmen des Projekts Identitätsmanagementsystem an der Humboldt-Universität auf der Basis von Open-Source-Software durchgeführt werden.

Der Vortrag möchte eine kurze Übersicht über die Motivation, die Ziele und den Stand des Projekts geben und die geplante Architektur und verwendete Software vorstellen.

 

Identitätsmanagement - HIS-Schnittstellen

Folke-Gert Stümpel, HIS GmbH Hannover

 

Im Rahmen des Vortrages wird ein kurzer Überblick über das HIS-Modul "PSV" (Personalisierte Services und Verzeichnisse) gegeben. Des Weiteren werden die HIS-Ansätze zum Bereich Identitätsmanagement sowie Rollen- und Rechteverwaltung präsentiert. Abschließend wird erläutert, wie externe Verzeichnisdienste an HIS-PSV angebunden werden können.

 

Bologna - Prozessunterstützung

Dr. Harald Gilch, HIS GmbH Hannover

 

Die Einführung neuer Studiengänge und die Modularisierung im Rahmen des Bolognaprozesses haben tief greifende Veränderungen nicht nur in der Lehre sondern auch in der Verwaltung von Studium, Lehre und Prüfungswesen zur Folge. Dabei wird eine umfassende IT-Unterstützung der Verwaltungsprozesse unverzichtbar, die mit der Einführung und Ausweitung von WEB-basierten Selbstbedienungsfunktionen weitere Veränderungen mit sich bringt. Kunden werden zu Akteuren. Ein Change-Management wird notwendig, um diesen Veränderungsprozess erfolgreich zu gestalten, Organisation, Prozesse und Abläufe an die neuen Herausforderungen anzupassen und auch IT-Einführungen zum Erfolg zu führen.

 

Integration von Lernmanagement und Prüfungsorganisation

Klaus Schober, MLU Halle

 

Angestrebt wird an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ein integriertes Software-System, das die Studierenden und Lehrkräfte während des gesamten Studienverlaufes optimal unterstützt.

In dem Vortrag wird ein Konzept präsentiert, welches das Lernmanagementsystem Stud. IP, das HIS - Modul LSF und die Prüfungsverwaltungssoftware HISPOS-GX zu einem integrierten Softwaresystem verknüpfen soll. Ziel ist es dabei, die Vorteile der Basissysteme zu erhalten und sie zu einem transparenten Gesamtsystem zu integrieren. Es werden verschiedene Varianten vorgestellt und diskutiert.

 

Beschaffung bis Bezahlung mit SAP

Gerhard Groh, Universität Marburg

 

Grundsätzlich verlangen integrierte Geschäftsprozesse auch integrierte IT-Systeme. Allgemein kann man Geschäftsprozesse zunächst in Kernprozesse und Unterstützungsprozesse einteilen. Bei einer Hochschule sind dies die Kernprozesse Lehre und Forschung und die den Verwaltungsbereichen "Akademische Verwaltung" und "Kaufmännische Verwaltung" zugeordneten Unterstützungsprozesse. Dem o. a. Leitgedanken folgend haben die Hessischen Hochschulen gemeinsam im Rahmen der Umstellung des Haushalts- und Rechnungswesens auf das kaufmännische Rechnungswesen (Doppik) mit Kosten- u. Leistungsrechnung (output-orientierte Steuerung), als Vorreiter für die gesamte Landesverwaltung Hessen (Projekt "Neue Verwaltungssteuerung in Hessen - NVS"), in 1999 die integrierte DV-Software SAP R/3 (jetzt mySAP ERP) ausgewählt, und ab 1.1.2000 eingesetzt.

Wesentliches Ziel bei der Produktauswahl war, mit einem integrierten Softwaresystem möglichst alle nachfolgenden Geschäftsprozesse ganzheitlich zu unterstützen:

  • Beschaffung,
  • Rechnungswesen (mit Umstellung von Kameralistik auf Doppik) einschl. Budgetierung und Controlling,
  • Fakturierung einschl. Forderungsmanagement,
  • Drittmittelabrechnung,
  • Anlagenbuchhaltung (bisher nur Inventarisierung),
  • Personaladministration und Personalmittelbewirtschaftung
    sowie
  • Facility Management (Liegenschafts-, Gebäude- und Raumverwaltung sowie Management der Technik.

Darüber hinaus musste die Software durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft testiert sein, da die Hessischen Hochschulen verpflichtet wurden, einen durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüften und testierten (in Anlehnung an das HGB) Jahresabschluss vorzulegen. Die Umstellung des gesamten Geschäftsprozesses von der Beschaffung (auch mittels online-Kataloge - EBP) über Rechnungsverbuchung bis zur Auszahlung sowie dessen integrierte Abwicklung mittels der Standardsoftware SAP R/3 (jetzt mySAP ERP) wird im Vortrag dargestellt.

 

Studienbeiträge und -kredite

Rainer Paulsen, HIS GmbH

 

Die Einführung von Studiengebühren (Studienbeiträgen) in 7 Bundesländern stellt auch neue Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Hochschulverwaltungen und die Software, mit der sie arbeiten.

Die wichtigsten Aufgaben, die technischer Unterstützung bedürfen, sind:

  • Ermittlung der Gebührenpflicht eines/r Studierenden - ob und in welcher Höhe
  • Überwachung des Gebühreneingangs
  • Aufteilung des Gebührenaufkommens auf Fachbereiche/Institute und Zentrale
  • Bearbeitung von Anträgen auf ein Studienbeitragsdarlehen
  • Feststellung des Darlehensanspruchs, ob und wie lange
  • Austausch von Darlehens- und Zahlungsdaten zwischen Hochschulen und Förderbanken
  • Online-Unterstützung bei der Darlehensbeantragung und Anträgen auf Geb ührenbefreiung

Aufgrund der föderalen Struktur unseres Bildungswesens und der verschiedenen darlehensgewährenden Banken gibt es hierzu in den einzelnen Ländern - auch technisch - recht unterschiedliche Lösungen; vorgestellt werden vor allem die Modelle in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, mit denen es bereits erste Erfahrungen gibt.

     aktualisiert am: 25.04.2018 |