Derzeit keine.

abstracts

Die Generation YouTube im Beruf - Kreativität zum Preis von erhöhtem Risiko

Dr. Hannes P. Lubich
Professor für IT System Management
Fachhochschule Nordwestschweiz, Brugg

 

Die zwischen 1978 und 1994 geborene "Generation Y" ist stärker an Technologie und die Nutzung des Internet gewohnt also jede vorherige Generation. Viele dieser Personen sind mit permanenter Konnektivität und der ständigen Nutzung kollaborativer online-Umgebungen wie YouTube, MySpace etc. aufgewachsen und erwarten einerseits entsprechend vernetzte und innovative Dienstleistungen, andererseits scheinen sie im Gegensatz zu den Sicherheitsbeauftragten ihrer Arbeitgeber nur geringe Bedenken bezüglich Sicherheit und Schutz ihrer Privatsphäre zu haben. Dies führt zu einem signifikanten Interessenkonflikt - der Eintritt der "Generation Y" in die Konsum- und Arbeitswelt führt fast zwangsläufig zur Diskussion um das Angebot bzw. die Nutzung offener Kollaborationsplattformen am Arbeitsplatz und im Dienstleistungsangebot. Von besonderem Interesse sind hierbei die verschwimmenden Grenzen zwischen Privat- und Berufsleben gegenüber den durch Prozesse, Weisungen und Verbote kodifizierten Nutzungsregeln als Teil der IT-Sicherheit und Governance der meisten Arbeitgeber oder Dienstanbieter. Firmen stehen daher der Herausforderung gegenüber, ein angemessenes Sicherheits- und Risiko-Niveau aufrecht zu erhalten, ohne dabei als Arbeitgeber oder Dienstanbieter unattraktiv zu werden und das kreative bzw. Markt-Potential der "Generation Y" der Konkurrenz zu überlassen.

 

Merkmale von Wissenschaftsnetzen

Jochem Pattloch, DFN-Verein

 

Wissenschaftsnetze haben die Zielsetzung, wissenschaftliches Arbeiten zu unterstützen und sind inzwischen oft ein integraler Bestandteil der zugehörigen Arbeitsprozesse. Sie müssen sich daher an den spezifischen organisatorischen und strukturellen Randbedingungen und Bedarfen ihrer Anwender aus dem Wissenschaftsbereich orientieren.

Um diese Ziele zu erfüllen, weisen Wissenschaftsnetze besondere Merkmale auf, die sich u.a. in ihrer Governance, ihrer Nutzungsordnung, ihrer Einbindung in nationale und internationale Bezüge sowie auch in ihrer konkreten technischen Gestaltung widerspiegeln.

Der Vortrag gibt einen Überblick über die besonderen Merkmale von Wissenschaftsnetzen.

 

Mobile Benutzer und Anwendungen an Hochschulen

Dr. Uwe Hübner, HIS-GmbH

 

Die Potentiale (wie auch die Grenzen) der Integration persönlicher Laptops in die Hochschullehre sind mittlerweile in der Praxis angekommen. Eine neue Dimension mit fundamentalen Auswirkungen auf die Hochschulprozesse wird mit der breiten Nutzung von Smartphones verschiedener Plattformen erreicht. Rückkoplungen in der Art "gefällt mir/nicht" (oder differenzierter) für Vorlesungen, Dienstleistungen der Verwaltung bis hin zum Mensaessen werden Standard. Die eigentlich einschränkenden Eigenschaften der Mobilgeräte hinsichtlich Bildschirmgröße und Bedienmöglichkeiten haben eine Vielzahl neuer, kreativer Paradigmen hervorgebracht: Kontex- und Lokationsbezug, kompakte Benutzerinterfaces mit Gesten und taktilen Elementen und vieles mehr.

 

E-Learning - Spektrum der Möglichkeiten und Problemlösepotenziale

Ralf P. Frenger, Justus-Liebig-Universität Gießen

 

Die im Jahre 2010 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) formulierte Empfehlung zur Informationsverarbeitung an Hochschulen für die Jahre 2011-2015 identifiziert einen Wandel in den Lehrprozessen hin zu kollaborativen und innovativen didaktischen Ansätzen, die durch entsprechende E-Learning-Angebote ermöglicht werden. Bereits heute stellen wir in der Praxis eine deutliche Zunahme des Einsatzes von Wikis, Foren, Webquests, Peer-Assessment-Arrangements in Lehrveranstaltungen fest. Es stellen nicht mehr nur die Lehrenden die Inhalte zur Verfügung, sondern die Studierenden erarbeiten bspw. in Kleingruppen die Lehrinhalte selbst. Daneben spielen E-Learning-Angebote eine wichtige Rolle bei der Lösung von organisatorischen Problemen. Fehlende Plätze in Hörsäle werden durch Veranstaltungsaufzeichnungen kompensiert, Rückmeldungen über Klausurergebnisse können durch E-Assessment-Verfahren massiv beschleunigt werden, "neue" Zielgruppen (Teilzeitstudierende, Weiterbildungsteilnehmer/-innen) können durch E-Learning-Angebote besser angesprochen werden, elektronische Vorkurse in Basisfächern wie Mathematik oder Chemie helfen, dass die Studierenden im Übergang von Schule zur Hochschule ein homogeneres Vorwissen aufweisen etc. .

E-Learning umfasst somit eine didaktische wie auch eine organisatorische Ebene und unterstützt durch ein entsprechendes IT-Angebot den Geschäftsprozess "Lehre" einer Hochschule. In dem Vortrag werden einige E-Learning-Beispiele (z.B. Veranstaltungsaufzeichnungen, E-Assessment-Verfahren) exemplarisch vorgestellt und die Potenziale für die Hochschule sowie die Implikationen skizziert.

 

Spam- und Virenfilter

Dr. Christian Grimm, DFN-Verein

 

E-Mail ist ein zentraler Dienst für die Kommunikation im Internet. Die einwandfreie Funktion von E-Mail ist mittlerweile eine Grundlage vieler Geschäftsprozesse, Einschränkungen werden unmittelbar bemerkt und kaum toleriert. E-Mail bietet jedoch auch erhebliche Möglichkeiten für Angreifer: Unerwünschte und schadhafte, d. h. mit Spam sowie Viren oder Malware verseuchte E-Mails stellen die Betreiber und Nutzer vor erhebliche Probleme.

Es ist davon auszugehen, dass alle Anwender im DFN Maßnahmen einsetzen, um verseuchte E-Mails zu erkennen und geeignet zu bearbeiten. Hierfür werden weitgehend ähnliche Verfahren eigesetzt, die stets ein hohes Maß an Aufwand und notwendiger Sorgfalt erfordern. Daher wurde der Bedarf nach einer übergeordneten Lösung im DFN geäußert. Der vom DFN-Verein derzeit in Planung befindliche Dienst muss neben den technischen Herausforderungen auch rechtliche Vorgaben berücksichtigen, damit er von den Anwendern genutzt und akzeptiert werden kann.

 

Elektronischer Personalausweis

Dr. Marcus Pattloch, DFN-Verein

 

Seit November 2010 wird der neue Personalausweis ausgegeben. Er verbindet die klassische Sichtausweis-Funktion mit der Möglichkeit, sich auch im Internet sicher und vertrauenswürdig auszuweisen. Da stellt sich die Frage: Welchen Mehrwert kann der Personalausweis im DFN-Umfeld bringen? Bei vielen DFN-Einrichtungen gibt es Vorgänge, die nicht nur ein beliebiges Benutzerkonto erfordern, sondern die Verifizierung einer realen Identität verlangen. Ein Beispiel ist das Ausstellen eines digitalen Zertifikats in der DFN-PKI, das eine persönliche Identifizierung anhand eines Ausweises erfordert. Aber auch das Anmelden bei Web-Anwendungen auf Basis einer 2-Faktor-Authentifizierung (Besitz und Kenntnis der PIN) ist denkbar.

 

eCampus Universität Göttingen

Christian Lambertz, Georg-August-Universität Göttingen

 

Portale für Mitarbeiter und Studierende sind an den Universitäten schon seit einigen Jahren in der Diskussion und im Einsatz. Die Vielfältigkeit möglicher Anforderungen und die zahlreichen Fragen, die sich mit dem Willen zur Einführung eines Portals ergeben, führen dabei zu sehr unterschiedlichen Ansätzen in der Umsetzung.

Der eCampus der Universität Göttingen (ecampus.uni-goettingen.de) ist aktuell das Studierendenportal der Universität und stellt eine mögliche Umsetzung eines solchen Portals dar. eCampus ist das Ergebnis eines über zwei Jahre angelegten Projektes zwischen der HIS GmbH (Umsetzung) und der Universität Göttingen (Konzept), welches kurz vor dem Abschluss steht. Im Vortrag wird auf Konzept, Umsetzung, Probleme und Problemlösungen des Portalprojektes eingegangen und ein Überblick über die aktuellen Nutzungsmöglichkeiten gegeben.

 

Die Kehrseite der Einschaltung von Dienstleistern: Auftragsdatenverarbeitung

Andreas Lumpe, ZENDAS

 

Hochschulen gehen zunehmend dazu über, bei der technischen Abwicklung von Verfahren Dritte als Dienstleister einzusetzen.
Beispiele sind:

  • Wartung von Softwareprodukten, die die Hochschule selbst hostet (z.B. Campus Management System)
  • Hosting von Softwareprodukten (z.B. Online-Bewerber-Tool)
  • Auslagerung ganzer Dienste (z.B. E-Mail)

Gemeinsam ist diesen Beispielen, dass ein Dritter im Auftrag der Hochschule personenbezogene Daten verarbeitet. Die Hochschule bleibt jedoch für diese Verarbeitung im vollen Umfang verantwortlich. Daher hat der Gesetzgeber in diesem Fall eine Reihe von Anforderungen vorgesehen. Der Vortrag wird darüber einen ersten Überblick geben.

 

Rechtliche Aspekte sozialer Netze

Verena Steigert, Johannes Franck
Forschungsstelle Recht im DFN-Verein

 

Soziale Netze wie Facebook, StudiVZ, XING oder Twitter werden immer beliebter. Vor allem junge Leute nutzen diese Plattformen zunehmend um persönliche Informationen mit anderen zu teilen. Doch soziale Netze stellen nicht nur eine neue Form der Kommunikation dar, sie werfen auch eine Vielzahl an Rechtsfragen auf: Wie geht der Netzwerk-Betreiber mit meinen persönlichen Daten um? Darf ich Bilder in meinem Account hochladen, wenn an diesen eventuell Rechte Dritter bestehen? Ist es meinem potenziellen Arbeitgeber gestattet, sich anhand meines Nutzerprofils in einem sozialen Netzwerk vor der Einstellung über mich zu informieren? Die Nutzer sozialer Netze scheinen solchen Fragen oftmals nur wenig Beachtung zu schenken. Umso wichtiger ist es, sie für diese und andere Themen zu sensibilisieren.

 

Typische Risiken und Probleme des Softwareeinsatzes. Was kann Lizenzmanagement tun?

Norman Müller, Rechtsanwalt
Rechtsanwälte Wendler Tremml, Berlin

 

Universitäten sind im Vergleich zu Wirtschaft und Verwaltung in einer vergleichsweise beneidenswerten Lage: Fast alle großen Softwarehersteller bieten Lizenzen für Forschung und Lehre an. Academic-, Education- und ähnliche Programme ermöglichen die günstige Beschaffung von Lizenzen, Pflegeleistungen und weiteren Services.

Gleichwohl ist der Softwareeinsatz nicht risikolos. Die Lizenzbedingungen enthalten oft Restriktionen, deren Nichtbeachtung erhebliche finanzielle Folgen für die Universitäten haben kann. Beispielhaft sie hier die Nutzung durch die Universitätsverwaltung und durch drittmittelfinanzierte Einrichtungen genannt. Daneben stellen sich bei jedem Softwareeinsatz immer wieder die gleichen Fragen, z.B.: Können OEM Lizenzen oder Lizenzen aus Volumenlizenzprogrammen übertragen werden? Unter welchen Voraussetzungen ist der Erwerb von Gebrauchtsoftware rechtssicher möglich? Welche Anforderungen sind an ein ordnungsgemäßes Lizenzmanagement zu stellen, um Unter- oder sonstige Fehllizenzierungen zu vermeiden und auch ein Audit durch den Softwarehersteller zu „überstehen“?

 

DFNFernsprechen – Neue Möglichkeiten für mobile Nutzung

Ulrich Kähler, DFN-Verein

 

Der Dienst DFN-Fernsprechen für die Festnetztelefonie und der DFN-Rahmenvertrag für Mobilfunk werden künftig vertraglich enger zusammengeführt.

Das Umschalten des Diensttelefons am Arbeitsplatz auf das persönliche Handy und damit das Weiterleiten von Anrufen bei Rufbereitschaft oder bei Abwesenheit durch Dienstreisen ist ein häufig geäußerter Wunsch von Mitarbeitern im Wissenschaftsbereich. In der Vergangenheit war dies jedoch mit erheblichen Kosten für die Weiterleitung der Gespräche in das Mobilfunknetz verbunden und wurde deshalb selten genutzt. Teilnehmer können jetzt entgeltfrei in und zwischen beiden Netzen – dem Festnetz und dem Mobilfunknetz – telefonieren, ohne dass ihnen hierdurch zusätzliche Kosten entstehen.

Durch die Installation von VoIP-Clienten auf Smartphones ist es möglich, mobile Endgeräte an eine lokal vorhandene VoIP-Telefonanlage anzuschließen. Voraussetzung hierfür ist, dass das Smartphone einen Zugang zum Internet und damit zum Wissenschaftsnetz hat. Dies kann durch Nutzung von UMTS oder W-LAN-Hotspots erfolgen. Auch hierfür bietet der DFN-Verein spezielle Tarife an.

Besonders interessant für Wissenschaftler, die sich im Ausland befinden, ist die Nutzung des Dienstes „eduroam“. In sehr vielen in- und ausländischen Forschungseinrichtungen bestehen entgeltfreie Zugangsmöglichkeiten zu den Wissenschaftsnetzen über „eduroam“ (siehe: http://www.eduroam.org). Damit ist das entgeltfreie Telefonieren in die Heimateinrichtung und deutschlandweit zu Ortsnetzbedingungen möglich.

 

Das Projekt „CampusConnect“ Baden-Württemberg

Dr. Claudia Pauli
Kommunikations- und Informationszentrum (kiz) der Universität Ulm

 

Das Projekt CampusConnect ist das Anschlussprojekt des in 2009 erfolgreich abgeschlossenen Vorgängerprojekts „ILIAS-Verbund Baden-Württemberg“. Ziel des Projekts CampusConnect ist die Anbindung von Campusmanagementsystemen (z. B. HIS-LSF, Stud.IP) an Lernplattformen (ILIAS, Stud.IP, Moodle) über die generische Middleware ECS („E-Learning Community Server“), die bereits im Rahmen des Vorgängerprojekts entwickelt wurde. Die Anbindung soll sowohl die Nutzung der Lernplattformen über einen Single-Sign-On-Mechanismus bieten als auch die Übertragung und Synchronisation von Veranstaltungs- und Belegungsdaten ermöglichen. Dadurch werden die Aufwände für die Stammdatenpflege verringert sowie Dateninkonsistenzen und Medienbrüche vermieden.

Der Vortrag referiert den aktuellen Stand des Projektes zum Sommersemester 2011, in dem der Testbetrieb des neu entwickelten LSF-Proxy und des ILIAS-Konnektors zum synchronisierten Austausch von Veranstaltungsinformationen zwischen LSF und ILIAS aufgenommen wird.

Bei CampusConnect handelt es sich um ein vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) Baden-Württemberg gefördertes Gemeinschaftsprojekt von Universitäten und Pädagogischen Hochschulen des Landes Baden- Württemberg, dessen Softwareentwicklungen als OpenSource später auch bundesweit an weiteren Hochschulen eingesetzt werden können.

 

„Cloud Computing und IT Service Management“

Thomas Hartmann
ITSM Consulting

 

Cloud Computing bietet mit den Möglichkeiten zur Nutzung skalierbarer Rechnerleistungen, Software-Anwendungen oder Infrastrukturen vielfältige Vorteile für Unternehmen. Neben Flexibilität und Kostenvorteilen („Pay per Use“) sind es vor allem die weitreichenden Standardisierungseffekte, die konkrete - überwiegend positive - Auswirkungen für den IT-Betrieb generieren.

  • Einfluß des Cloud Computing auf die Servicestrategie
  • Einfluß des Cloud Computing auf Complianceanforderungen
  • Welche Kompetenzen und Prozesse benötigt der IT-Betrieb

Der Vortrag gibt einen Überblick über die wichtigsten Handlungsstränge mit den sich die IT-Organisation eines Unternehmens beschäftigen sollte, wenn sie die Nutzung von Cloud Computing plant.

 

„Prozessmodelle im Campusmanagement“ - Unterschiede in den Einrichtungsstrukturen der HU und ihre Auswirkungen auf Arbeitsprozesse während der Lehrveranstaltungsplanung

Sandy Pleißner
Humboldt-Universität zu Berlin

 

Die Humboldt-Universität zu Berlin setzt seit dem Wintersemester 2008/09 das Softwaremodul „Lehre-Studium-Forschung“ (LSF) der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) als universitätsweites Werkzeug zur dezentralen Erfassung und Planung von Lehrveranstaltungen ein. In der Einführungsphase haben sich zwei grundlegende Modelle der fakultätsinternen Strukturierung herauskristallisiert. Nach mehr als vier Semestern im Betrieb lassen sich Vor- und Nachteile dieser Modelle und ihrer gewachsenen optimierten Varianten erkennen.

 

     aktualisiert am: 17.04.2018 |