HIS und Verzeichnisdienste

 

Ludwig Leute

HIS

 

Bestandteil der HIS-GX Version 7.0 (2004) sind spezielle Tabellen in den beiden Datenbanken für das Hochschulpersonal (SVA) und die Studierenden (SOS/POS), die als Schnittstelle für einen zentralen Verzeichnisdienst bzw. für ein Metadirectory einer Hochschule angeboten werden. Bei allen Updatevorgängen in HIS-GX, die zu Veränderungen von Personal- oder Studierendendaten führen, werden jeweils auch die Inhalte dieser Tabellen abgeglichen. Programme zentraler Verzeichnisdienste, sog. Connectoren, können diese Daten der sog. Stagingtabellen online auswerten und übernehmen, so dass praktisch zeitgleich eine Synchronisation der Personendaten in den Verwaltungsverfahren und dem zentralen Verzeichnisdienst oder einem. Metadirectory stattfinden kann.

Für die HIS-GX Version 2005 ist vorgesehen, die Personendaten in den HIS-Verfahren der Studierenden- und Personalverwaltung über eine eindeutige Identifikationsnummer in einem LDAP Server innerhalb von HIS-GX zusammenzuführen. Dieser LDAP-Server stellt zugleich die universelle Schnittstelle dar zwischen den Verwaltungsdatenbanken in HIS-GX und dem zentralen Verzeichnisdienst bzw. dem Metadirectory an den Hochschulen, zusätzlich zu den Stagingtabellen. Zusätzlich wird diese Erweiterung die HIS-GX Module integrativ verklammern. Als Software wird Open LDAP verwendet. Eine strikte Ausrichtung der Schemadefinition an dem amerikanischen Standardisierungsvorschlag der auxiliären Objektklasse für Hochschulen, „eduperson“, ist eine Chance für eine Kompatibiltät zu LDAP-Servern auch außerhalb deutscher Hochschulen.