Fallbeispiel DFNRoaming

 

 

Jochem Pattloch

 

Wissenschaftliches Arbeiten findet heute vielfach in Arbeitsgruppen statt, die auch räumlich verteilt organisiert sein können. Für die Wissenschaftler wächst damit die Anforderung, auch jenseits des eigenen Instituts einen Zugang zum Wissenschaftsnetz nutzen zu können. Bislang war dies mit aufwändigen sowie lokal unterschiedlichen technischen und organisatorischen Vorgängen verbunden, die in Abstimmung mit den jeweils lokal verantwortlichen Administratoren durchzuführen waren. Mit DFNRoaming können Nutzer nach einmaliger Registrierung einen Zugang zum Wissenschaftsnetz nicht nur in ihrer eigenen sondern auch bei anderen wissenschaftlichen Einrichtungen bekommen.

DFNRoaming liegt ein Vertrauensmodell zu Grunde, dass im Zusammenspiel der wissenschaftlichen Einrichtungen zwar nicht neu ist, in der gelebten Konsequenz jedoch herausfordert, über die Fragen von Identifizierung (von Personen als auch technischen Ressourcen) grundlegend nachzudenken.

Ebenso ist DFNRoaming ein erstes konkretes Beispiele, wie eine ausschließlich mit technischen Mitteln geprüfte Identität in verschiedenen und oft historisch gewachsenen lokalen „Policy-Inseln“ Zugriff auf Ressourcen erhalten kann.

Insgesamt wird an diesem Fallbeispiel deutlich, dass neben der Frage einer sicheren Identifizierung insbesondere die Regeln zur Nutzung von Ressourcen eine maßgebliche Herausforderungen sein werden.