E-Learning - Spektrum der Möglichkeiten und Problemlösepotenziale

Ralf P. Frenger, Justus-Liebig-Universität Gießen


Die im Jahre 2010 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) formulierte Empfehlung zur Informationsverarbeitung an Hochschulen für die Jahre 2011-2015 identifiziert einen Wandel in den Lehrprozessen hin zu kollaborativen und innovativen didaktischen Ansätzen, die durch entsprechende E-Learning-Angebote ermöglicht werden. Bereits heute stellen wir in der Praxis eine deutliche Zunahme des Einsatzes von Wikis, Foren, Webquests, Peer-Assessment-Arrangements in Lehrveranstaltungen fest. Es stellen nicht mehr nur die Lehrenden die Inhalte zur Verfügung, sondern die Studierenden erarbeiten bspw. in Kleingruppen die Lehrinhalte selbst. Daneben spielen E-Learning-Angebote eine wichtige Rolle bei der Lösung von organisatorischen Problemen. Fehlende Plätze in Hörsäle werden durch Veranstaltungsaufzeichnungen kompensiert, Rückmeldungen über Klausurergebnisse können durch E-Assessment-Verfahren massiv beschleunigt werden, "neue" Zielgruppen (Teilzeitstudierende, Weiterbildungsteilnehmer/-innen) können durch E-Learning-Angebote besser angesprochen werden, elektronische Vorkurse in Basisfächern wie Mathematik oder Chemie helfen, dass die Studierenden im Übergang von Schule zur Hochschule ein homogeneres Vorwissen aufweisen etc. .
E-Learning umfasst somit eine didaktische wie auch eine organisatorische Ebene und unterstützt durch ein entsprechendes IT-Angebot den Geschäftsprozess "Lehre" einer Hochschule. In dem Vortrag werden einige E-Learning-Beispiele (z.B. Veranstaltungsaufzeichnungen, E-Assessment-Verfahren) exemplarisch vorgestellt und die Potenziale für die Hochschule sowie die Implikationen skizziert.