„Cloud Services im DFN

Michael Röder, DFN-Verein

Sie sind kaum aufzuhalten: Cloud-Dienste durchdringen die Hochschulen und sind mittlerweile integraler Bestandteil vieler Arbeitsprozesse in Forschung und Lehre. Dabei verführen die offenkundigen Vorteile der Cloud-Dienste oft zu einer gewissen Sorglosigkeit gegenüber den damit verbundenen Risiken.

Sollte die Verwendung von Cloud-Diensten deswegen grundsätzlich verboten werden? Dies scheitert vermutlich sowohl an einer kaum praktikablen Durchsetzbarkeit als auch an der Befürchtung, damit der eigenenForschung und Lehre zu schaden. Als Alternative bietet es sich jedoch an, dass die Wissenschaft ihre Cloud-Dienste selbst entwickelt und organisiert. Mehrere sehr dynamische Vorhaben zu Cloud-Diensten weisen gegenwärtig in diese Richtung, u. a. im Rahmen von Kooperationen in Bundesländern.

Der DFN-Verein will dabei mit seinen etablierten Strukturen eine ergänzende Rolle spielen, indem er die Abstimmung dieser Cloud-Dienste im nationalen und internationalen Kontext unterstützt und ergänzend auch die passenden administrativen und organisatorischen Bedingungen schafft, mit denen die Nutzung dieser Cloud-Dienste für alle Teilnehmer am Deutschen Forschungsnetz erschlossen werden kann (DFN-Cloud). Ausgehend von seinem satzungsgemäßen Auftrag hat er dabei ein besonderes Augenmerk auf die Erforschung und Erprobung von neuartigen Cloud-Diensten und deren Nutzungsformen.