Abstract

 

Kooperative Erbringung von Diensten am Beispiel der wissenschaftlichen Bibliotheken in Baden-Württemberg

Dr. Claudia Pauli, Kommunikations-und Informationszentrum (kiz) der Universität Ulm
Prof. Dr. Thomas Walter, Zentrum für Datenverarbeitung (ZDV) der Universität Tübingen

Seit Januar 2010 führt ein Konsortium wissenschaftlicher Bibliotheken im Geschäftsbereich des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) mit dessen Förderung ein gemeinschaftlich beschafftes und betriebenes Integriertes Bibliothekssystem (IBS) ein. Im Rahmen dieses Landesprojektes IBS|BW, dessen Leitung an der Universität Ulm angesiedelt ist, wurden mittlerweile 48 Hochschulbibliotheken, die komplett vom Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) betreut werden, auf die neue Bibliothekssoftware aDIS der Fa. aStec umgestellt. Darüber hinaus wurden bereits vier Universitätsbibliotheken (Ulm, Tübingen, Stuttgart, Hohenheim) und die Badische Landesbibliothek (BLB) in Karlsruhe migriert. Im Juli und August 2013 erfolgen dann noch abschließend die Migrationen der Universitätsbibliothek Freiburg und der Württembergischen Landesbibliothek (WLB) in Stuttgart. Technisch wird der Dienst für alle beteiligten Bibliotheken zentral an der Universität Tübingen erbracht.

Der Vortrag schildert die verschiedenen Aspekte bei der kooperativen Erbringung dieser Bibliotheksdienste, ausgehend von einem zentralen Betriebsmodell für das gemeinsame baden­württembergische aDIS-Referenzsystem am ZDV der Universität Tübingen und eingebettet in die Verbundstrukturen des Südwestdeutschen Bibliotheksverbunds (SWB) am BSZ. Dabei werden nicht nur die technischen sondern auch die organisatorischen Rahmenbedingungen wie z.B. notwendige Vertragsgestaltungen und Kostenumlagemodelle sowie die zugrundeliegende Auftragsdatenverarbeitung erläutert. Darüber hinaus wird dargestellt, wie die Projektstrukturen für einen nachhaltigen laufenden Produktivbetrieb geeignet adaptiert bzw. angepasst werden können.